Qualität

Note 1 für deutsches Trinkwasser

Nur in sehr wenigen Ländern kann die Qualität des Leitungswassers mit der in Deutschland mithalten. Dies wird regelmäßig durch den Trinkwasserbericht bestätigt. Alle drei Jahre  wird dieser durch die Bundesregierung im Rahmen der EG-Trinkwasserrichtlinie zusammen mit dem Umweltbundesamt (UBA) veröffentlicht. Hierzu wird die Qualität des Wassers aus über 2.600 großen Wasserversorgungsanlagen in Deutschland geprüft und anhand der in der Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen Grenzwerte bewertet. Dem jüngsten Bericht aus dem Jahr 2018 liegen die Daten der Jahre 2014 bis 2016 zu Grunde und darin erhält unser Trinkwasser ausschließlich Bestnoten: Die strengen gesetzlichen mikrobiologischen und chemischen Qualitäts-anforderungen werden in mindestens 99 Prozent der Proben eingehalten, bei einigen Parametern sogar in 99,9 bis 100 Prozent.

Maria Krautzberger, UBA-Präsidentin sagt: „Das Trinkwasser in Deutschland kann man ohne Bedenken trinken – insbesondere aus größeren Wasserversorgungen ist es flächendeckend sogar von exzellenter Qualität. Außerdem wird es anders als Flaschenwasser sehr häufig kontrolliert – zum Teil gar täglich. Leitungswasser ist auch billiger: Ein Zweipersonenhaushalt zahlt in Deutschland im Mittel pro Person für die Verwendung von täglich 121 Litern Trinkwasser 27 Cent pro Tag. Ein einziger Liter Mineralwasser kostet in der Regel deutlich mehr.“ Neben dem UBA empfiehlt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Trinkwasser aus der Leitung und selbst für die Jüngsten wird es gelobt: Das Forschungsinstitut für Kinderernährung stuft Trinkwasser als ideales Getränk für Kinder und Jugendliche ein.

Mehr Informationen

Den kompletten Trinkwasserbericht 2018 (Berichtszeitraum: 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2016) und weitere Informationen finden Sie hier.

Hausbesitzer in der Verantwortung

Die einwandfreie Qualität bis zur Hausinstallation, also der Wasseruhr, garantieren die Wasserversorgungsunternehmen. Ab dieser Stelle ist der Hauseigentümer in der Pflicht: Er trägt die Verantwortung dafür, dass sich die Qualität des Trinkwassers auf seinem Weg vom Wasserzähler bis zum Wasserhahn nicht verschlechtert und alle Grenzwerte eingehalten werden. Entscheidend dabei sind die Rohrleitungen: Diese sollten aus Materialien bestehen, die entsprechend der Wasserbeschaffenheit ausgewählt sind. Arbeiten an der Trinkwasser-Installation sollten grundsätzlich nur von eingetragenen und zertifizierten Fachfirmen ausgeführt werden. Beim Vermieter kann man sich darüber erkundigen, aus welchem Material die Wasserleitungen im Haus bestehen.

Wer sich über die Zusammensetzung seines Leitungswassers informieren möchte, findet auf der Homepage seines Wasserversorgers (die Adresse befindet sich auf der Wasserabrechnung) die Analysewerte aller Stoffe oder kann sich diese zuschicken lassen.

Mehr Informationen

Informationen zu den Vorgängen in Wasserwerken bietet außerdem die Internetseite www.bdew.de.

Die Trinkwasserverordnung

Unser Trinkwasser muss jederzeit rein und frei von Krankheitserregern sein. Rechtlich abgesichert ist dies in der Trinkwasserverordnung, die Grenzwerte und Bestimmungen für die zahlreichen Inhaltsstoffe festgelegt. Die Wasserversorgungsunternehmen und auch die Gesundheitsämter gewährleisten durch sorgfältige Prüfungen und Kontrollen die Einhaltung dieser Grenzwerte. Die Grenzen sind so gesetzt, dass der tägliche Trinkwassergenuss lebenslang gesundheitlich unbedenklich ist. Eine Ausnahme von dieser Regel bilden Calcium und Magnesium. Diese beiden Mineralstoffe bestimmen den Härtegrad des Wassers und hohe Gehalte im Trinkwasser sind aus ernährungsphysiologischer Sicht sinnvoll. Auf der Seite des Bundesministerium der Justiz ist die Trinkwasserverordnung im Ganzen nachzulesen: www.gesetze-im-internet.de

Vorsicht bei Bleirohren

Seit Dezember 2013 liegt der zulässige Höchstwert für Blei bei 0,010 Milligramm pro Liter (mg/l). Fließt Wasser durch Bleirohre, ist dieser Grenzwert nicht einzuhalten. Das bedeutet für Hauseigentümer und Vermieter langfristig, dass möglicherweise noch vorhandene Bleirohre ausgetauscht werden müssen. Bis dahin sollte Wasser, das durch Bleirohre fließt, vor jedem Gebrauch für Trink- oder Nahrungszwecke so lange ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Wenn Sie sich unsicher sind, ob in Ihrem Haus Bleileitungen verlegt sind, fragen Sie Ihren Verwalter oder Vermieter. Sie lassen sich auch an ihrer graublauen Farbe erkennen und können ganz leicht – zum Beispiel mit dem Fingernagel – eingeritzt werden, da Blei sehr weich ist. Bleirohre werden allerdings seit 1973 nicht mehr verlegt. In Teilen Süddeutschlands kommen Bleileitungen schon seit Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr zum Einsatz.

Mehr Informationen

Der Flyer „Trinkwasser wird bleifrei“ bietet umfangreiche Informationen zum Thema. Es wurde vom Umweltbundesamt (UBA) erarbeitet und kann hier heruntergeladen werden.