Bestnoten für deutsches Trinkwasser

Der Bericht zur Trinkwasserqualität des Umweltbundesamtes (UBA) gibt dem deutschen Trinkwasser die Note „sehr gut“ und bestätigt, dass wir unser Trinkwasser jederzeit ohne Bedenken trinken können. Die Messungen belegen, dass die mikrobiologischen und chemischen Qualitätsanforderungen in mindestens 99 Prozent der Proben eingehalten wurden, bei einigen Parametern sogar in 99,9 bis 100 Prozent. „Trinkwasser gehört zu den am besten kontrollierten Lebensmittel, die wir haben. Deshalb setzt sich das Forum Trinkwasser seit nunmehr zwanzig Jahren dafür ein, das Bewusstsein und die Wertschätzung für dieses qualitativ hochwertige Lebensmittel zu stärken. Der  Trinkwasserbericht bestärkt uns ein weiteres Mal in unserer Arbeit“, kommentiert Dr. Sabine Rohlff, Vorsitzende des Forum Trinkwasser, die Ergebnisse.

„Trinkwasser ist außerdem unschlagbar preiswert und schont die Umwelt, denn es muss nicht verpackt und per LKW transportiert werden“, so Rohlff weiter.

Verantwortungsvoller Umgang

Damit unser Leitungswasser ein Qualitätsprodukt bleibt, ist ein nachhaltiger und verantwortungsvoller Umgang notwendig. Der Trinkwasserbericht stellt zwar fest, dass selbst der Grenzwert für Nitrat, das durch Düngung ins Grundwasser gelangen kann, im Trinkwasser bereits seit mehreren Jahren nicht mehr überschritten wird. Zu verdanken ist das aber der Tatsache, dass das teils belastete Grundwasser von den Wasserversorgern mit unbelastetem Wasser stark verdünnt wird. Das UBA mahnt deshalb, das Grundwasser besser zu schützen und sieht vor allem die Landwirtschaft in der Pflicht.

Auch jeder Einzelne kann dazu beitragen Gewässer und Trinkwasserressourcen zu schützen. Einer Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zufolge entsorgen 47 Prozent der Deutschen flüssige Medikamentenreste falsch, nämlich über die Spüle oder die Toilette. Rückstände können so über kurz oder lang in den natürlichen Wasserkreislauf gelangen. Medikamente sollten deshalb im Restmüll oder bei Schadstoffsammelstellen entsorgt werden.

Blei: Vermieter in der Pflicht

Überschreitungen der Grenzwerte für Blei wurden in weniger als 0,1 Prozent der Proben nachgewiesen. Diese wurden dann hauptsächlich an den Armaturen in den Häusern und Wohnungen selbst festgestellt, was für bleihaltige Leitungen dort spricht. Für Blei gilt seit dem 1. Dezember 2013 ein Grenzwert von zehn Mikrogramm pro Liter Trinkwasser. Betreiber von Wasserversorgungsanlagen sind verpflichtet, darüber zu aufklären, wenn noch Blei in ihrer Anlage verbaut ist. Mieter sollten sich darüber unbedingt bei ihrem Vermieter informieren.

Den kompletten Trinkwasserbericht können Sie hier lesen.

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