Bewusst trinken

Mit der physiologischen Veränderung des Körpers schwangerer und stillender Frauen wandeln sich auch die Bedürfnisse. Das richtige Trinkverhalten ist für sie ein besonders wichtiges Thema, denn es muss nicht nur der eigene Körper, sondern auch der des Babys mit ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt werden.

In dieser sensiblen Zeit sollte man Trinkwasser aus der Leitung so lange ablaufen lassen, bis es kalt aus der Armatur kommt, um Standwasser zu vermeiden. Wasser aus Bleileitungen sollten Schwangere und stillende Frauen unbedingt vermeiden. Fragen Sie Ihren Vermieter oder Verwalter, ob sie im Haus eingebaut wurden. Falls ja, ist er verpflichtet, neue Wasserleitungen zu verlegen. Bis dies umgesetzt wurde, ist abgepacktes Wasser vorzuziehen.


Schwangerschaft

In den letzten Monaten der Schwangerschaft steigt der Flüssigkeitsbedarf leicht an: um etwa 300 ml pro Tag. Schwangere sollten besonders auf ihr Trinkverhalten achten und die empfohlene tägliche Trinkmenge von 1,5 Litern auf keinen Fall unterschreiten. An besonders heißen Tagen oder stärkerer körperlicher Betätigung ist eine höhere Trinkmenge notwendig. Leitungswasser oder ungezuckerter Kräuter- oder Früchtetee eignen sich besonders, da sie kalorienarm sind. Koffeinhaltige Getränke sollten während der Schwangerschaft nur in moderaten Mengen getrunken werden, bis zu drei Tassen Kaffee oder schwarzer Tee pro Tag werden im Allgemeinen als unbedenklich angesehen. Auf koffeinhaltige Energydrinks sollten Sie besser verzichten, ebenso natürlich auf Alkohol.


Stillzeit

Frischgebackene Mütter brauchen Energie und Nährstoffe, um sich selbst und das Baby zu versorgen. Essen Sie daher bewusst, abwechslungsreich und ausgewogen, und trinken Sie reichlich und regelmäßig. Grundsätzlich ist eine Trinkmenge von mindestens 1,7 Litern empfehlenswert. Das Forum Trinkwasser rät: Ein Glas Trinkwasser zu jeder Stillmahlzeit. So wird dem Körper das Wasser, das für die Milchproduktion benötigt wird, wieder zugeführt. Auch hier sollten koffeinhaltige Getränke nur in Maßen konsumiert werden. Alkohol und Energydrinks sind auch während der Stillzeit tabu, denn Alkohol gelangt direkt in die Muttermilch und wird damit auch vom Kind aufgenommen.

Mehr Wissenswertes zum Thema Trinkwasser
Eine duftende Tasse Kaffee am Morgen möchten viele Menschen nicht missen. Was unsichtbar bleibt: In 125 Milliliter Kaffee steckt bereits fast eine ganze Badewanne Wasser – etwa 132 Liter sogenanntes virtuelles Wasser. Was hat es damit auf sich, wann wird das zum Problem für Trinkwasserressourcen und wie kann der Wasserfußabdruck verkleinert werden?
Zur Advents- und Weihnachtszeit gehört ein echter Weihnachtsbaum für viele Menschen einfach dazu. Angepflanzt werden sie massenweise – das belastet das Klima und die Umwelt und ist auch für unser Trinkwasser problematisch. Aber es gibt ökologisch nachhaltigere Alternativen.
Trinkwasser in Deutschland kommt zum großen Teil aus Grund- und Quellwasser. In vielen Regionen liefern geschützte Tiefbrunnen Rohwasser in hervorragender Qualität. Doch manchmal reicht die Menge und Qualität des lokalen Grundwassers nicht aus. Wie wird Oberflächenwasser, Uferfiltrat und künstlich angereichertes Grundwasser zu Trinkwasser aufbereitet?