Einmal auffüllen, bitte!

Der Sommer ist da, es ist heiß, wir sind draußen. Da darf eine Trinkflasche nicht fehlen. Doch was, wenn die Flasche fast leergetrunken ist? Wo kann man sie wieder auffüllen? Wir haben ein wenig recherchiert.

1. Trinkbrunnen

Ist man in einer Stadt unterwegs oder an einem touristisch stark frequentierten Punkt, stehen die Chancen gut, einen öffentlichen Trinkbrunnen zu finden. Die lokalen Wasserversorger haben in den vergangenen Jahren eine Vielzahl öffentlicher Trinkbrunnen installiert, die in der Regel vom Frühjahr bis in den Spätherbst hinein rund um die Uhr in Betrieb sind. Und es werden stetig mehr. Denn mit ihrer neuen Trinkwasserrichtlinie hat die Europäische Union ihre Mitgliedsstaaten verpflichtet, den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verbessern und mehr öffentlich zugängliche Trinkwasserquellen zu schaffen – sei es in Form von Trinkbrunnen, der kostenlosen Zapfmöglichkeit in öffentlichen Behörden und Ämtern oder dem Ausschank in Restaurants zu einer geringen Servicegebühr.

Unser Tipp: Um die Quellen zu finden, empfiehlt sich die kostenfreie App „Trinkwasser unterwegs“, die über eine Karte und einen Routenplaner die nächste Quelle anzeigt.

2. Refill-Stationen

Dem Zero-Waste-Gedanken verschrieben hat sich die Initiative Refill. Refill-Stationen erkennt man an einem Aufkleber, der anzeigt, dass man an dieser Stelle seine Trinkwasserflasche kostenfrei auffüllen kann, um Verpackungsmüll zu sparen. Bei Refill kann jeder mitmachen, oft findet man die Aufkleber an Bioläden oder Unverpackt-Shops. Aber auch kleine Läden in den Innenstädten tragen oft das blaue Label.

3. Restaurants

Die neue EU Trinkwasserrichtlinie regt es zwar ausdrücklich an, bisher findet man Restaurant und Cafés, die Trinkwasser ausschenken, bei uns aber eher selten. Dabei müsste dies dem Getränkekonsum, mit dem die Betreiber einen großen Anteil ihrer Einnahmen erwirtschaften, nicht im Wege stehen. Denn natürlich sollte man diesen Service ebenso honorieren. Sowohl das Trinkwasser, als auch das Abfüllen und Bereitstellen kosten schließlich auch den Gastronomen Geld.

Bis das Beispiel aus anderen Ländern auch bei uns Schule macht, versucht man es am besten mit einer freundlichen Frage. Und wenn Sie ohnehin eine Pause gemacht und etwas konsumiert haben, wird Ihnen der Wirt sicherlich auch ihre Flasche für den weiteren Weg mit Leitungswasser füllen.

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